Anonym
Finanzexperte · Financer


Das Alter gilt als eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen bei der Beantragung eines Kredits. Während die Mindestgrenze mit 18 Jahren klar definiert ist, gestaltet sich die Frage nach der Altersobergrenze deutlich komplexer.
Grundsätzlich gilt: Je älter Sie sind, desto schwieriger wird es, eine langfristige Finanzierung zu erhalten. Eine einheitliche Grenze gibt es jedoch nicht. Die Altersobergrenze variiert je nach Kreditart, der individuellen Bankpolitik und der persönlichen Finanzlage des Antragstellers.
In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Faktoren das Höchstalter bei Krediten beeinflussen und welche Möglichkeiten es auch für Rentner gibt, die eigenen finanziellen Ziele zu verwirklichen.
Warum das Alter des Antragstellers eine wichtige Rolle bei der Kreditvergabe spielt, lässt sich einfach erklären: Statistisch gesehen steigt mit zunehmendem Alter das potenzielle Ausfallrisiko für den Kreditgeber.
Ein älterer Antragsteller könnte möglicherweise eine kürzere verbleibende Lebenszeit sowie ein erhöhtes Gesundheitsrisiko haben, was die Fähigkeit zur vollständigen Rückzahlung des Kredits gefährden könnte.
Laut dem Statistischen Bundesamt beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland nach der aktuellen Sterbetafel 2022/2024 rund 78,5 Jahre für Männer und 83,2 Jahre für Frauen. Je näher Sie an diese statistisch ermittelten Altersgrenzen heranrücken, desto stärker wirkt sich Ihr Alter auf die Kreditvergabe aus.
Grundsätzlich gibt es kein festes Alter, ab dem eine Kreditaufnahme nicht mehr möglich ist. Jeder Kreditgeber entscheidet individuell, ob Sie sich trotz fortgeschrittenem Alter für den gewünschten Kredit qualifizieren und zu welchen Konditionen.
Mit voranschreitendem Alter schränkt sich das verfügbare Angebot automatisch ein: Antragstellern im fortgeschrittenen Alter werden normalerweise geringere Geldbeträge mit kürzeren Kreditlaufzeiten zur Verfügung gestellt, um das Risiko von Zahlungsausfällen zu minimieren.
Seit der Einführung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) im Jahr 2016 sind Banken bei Immobilienkrediten gesetzlich verpflichtet, die Rückzahlungsfähigkeit innerhalb der statistischen Lebenserwartung des Antragstellers zu prüfen. Diese Regelung betrifft vor allem ältere Kreditnehmer, die eine Baufinanzierung anstreben.
Da es in diesem Alter schwierig sein kann, eine passende Finanzierung zu finden, bieten manche Kreditgeber spezielle Kredite für Rentner an. Ein gründlicher Kreditvergleich ist hier auf jeden Fall zu empfehlen.
Obwohl keine genauen Zahlen genannt werden können, lässt sich die Situation in Bezug auf die Altersgrenze bei Krediten folgendermaßen interpretieren:


Wie bereits erwähnt, kann das Alter ein Ausschlusskriterium sein. Während Personen über 80 Jahren bei Kreditfinanzierungen in der Regel vor verschlossenen Türen stehen, haben Kreditsuchende zwischen 60 und 75 Jahren weiterhin gute Chancen auf einen Kredit.
Die Kreditvergabe im fortgeschrittenen Alter hängt maßgeblich von Ihrer Bonität und Ihrem SCHUFA-Score ab. Nachstehend erfahren Sie, wie Sie trotz Ihres Alters die Chance auf eine Kreditzusage erhöhen können.
Die Nutzung von Kreditsicherheiten gilt als wahrscheinlich effektivste Möglichkeit, um Ihre Kreditwürdigkeit zu verbessern.
Falls Sie über wertstabile Vermögenswerte wie Immobilien, Grundstücke oder Autos verfügen, können Sie diese als Sicherheiten bei der Kreditvergabe hinterlegen.
Im Falle eines Zahlungsausfalls haben die Banken das Recht, auf diese Vermögenswerte zurückzugreifen, um Verluste zu minimieren.
Eine weitere bewährte Option besteht darin, einen Bürgen oder Mitantragsteller in den Kreditvertrag einzubeziehen. Die Anwesenheit einer weiteren kreditwürdigen Person stärkt das Vertrauen der Bank und führt normalerweise zu besseren Konditionen.
Ein guter SCHUFA-Score ist gerade im Alter besonders wichtig. Prüfen Sie vor der Kreditanfrage Ihre SCHUFA-Auskunft auf fehlerhafte Einträge und lassen Sie veraltete oder falsche Einträge löschen. Achten Sie dabei auf den Unterschied zwischen einer Konditionsanfrage (SCHUFA-neutral) und einer Kreditanfrage (wird vermerkt). Bei der Suche nach dem besten Angebot sollten Sie immer eine Konditionsanfrage wählen.
Je kürzer die gewünschte Kreditlaufzeit und je niedriger der Kreditbetrag, desto höher sind Ihre Chancen auf eine Zusage. Banken bevorzugen bei älteren Antragstellern Finanzierungen, die innerhalb weniger Jahre zurückgezahlt werden können.
Falls ein gewöhnlicher Ratenkredit nicht infrage kommt, gibt es weitere Möglichkeiten:
Obwohl es keine gesetzlich definierte Altersobergrenze für einen Kredit gibt, berücksichtigen Kreditgeber bei älteren Kreditnehmern das höhere Risiko und die kürzere Rückzahlungszeit. Die Kreditaufnahme im fortgeschrittenen Alter wird dadurch erschwert.
Grundsätzlich ist man selten zu alt für einen Kredit, da individuelle Faktoren wie Privatvermögen, SCHUFA-Score und gewünschte Laufzeit eine bedeutende Rolle spielen.
Die Altersobergrenze schwankt je nach Antragsteller und Kreditart zwischen 60 und 75 Jahren. Bei Immobilienkrediten greift die Wohnimmobilienkreditrichtlinie, die eine Tilgung innerhalb der statistischen Lebenserwartung verlangt.
Ab dem 75. Lebensjahr werden die Chancen aufgrund der durchschnittlichen Lebenserwartung von 78,5 Jahren (Männer) und 83,2 Jahren (Frauen) deutlich geringer. Personen über 80 erhalten nur in absoluten Ausnahmefällen eine klassische Kreditfinanzierung.
Wer im fortgeschrittenen Alter finanzielle Unterstützung benötigt, sollte neben dem klassischen Bankkredit auch Alternativen wie einen Immobilien-Teilverkauf, eine Leibrente oder einen Kredit von Privat in Betracht ziehen.
Es gibt keine gesetzlich festgelegte Altersgrenze, ab der eine Kreditaufnahme nicht mehr möglich ist. Die Altersgrenze variiert je nach Kreditgeber und Kreditart, beispielsweise zwischen 60 Jahren bei Baufinanzierungen und 75 Jahren bei Ratenkrediten. Grundsätzlich hängt diese Grenze eng mit der Bonität, den monatlichen Einnahmen und der gewünschten Laufzeit zusammen. Mit zunehmendem Alter wird die Kreditaufnahme schwieriger, da Kreditgeber das höhere Ausfallrisiko aufgrund der statistischen Lebenserwartung berücksichtigen.
Im Falle des Todes des Kreditnehmers bleiben die Kreditschulden bestehen. Diese Schulden gehen zusammen mit dem restlichen Privatvermögen des Verstorbenen an die gesetzlich festgelegten Erben über. Die Erben haben die Möglichkeit, das Erbe auszuschlagen. Falls die verstorbene Person mehr Schulden als Vermögen hinterlassen hat, kann das Erbe abgelehnt werden. Falls kein Erbe angenommen wird, übernimmt der Staat das hinterbliebene Vermögen und prüft, ob es ausreichend ist, um die offenen Schulden zu tilgen. Wird das Erbe auch vom Staat abgelehnt, gehen die Kreditgeber in der Regel mit leeren Händen davon.
Grundsätzlich ist es nur in seltenen Fällen möglich, mit 80 Jahren eine klassische Kreditfinanzierung aufzunehmen. Die meisten Kreditgeber haben definierte Altersgrenzen, die bei ausgezeichneter Bonität zwar erhöht werden können, aber selten über 80 Jahre hinausgehen. Angesichts der durchschnittlichen Lebenserwartung von 78,5 Jahren bei Männern und 83,2 Jahren bei Frauen (Sterbetafel 2022/2024) überschreiten Sie als Mann im Alter von 80 Jahren bereits die durchschnittliche Lebensspanne. Dies stellt für die meisten Kreditgeber in Deutschland ein Ausschlusskriterium dar. Alternativen wie ein Immobilien-Teilverkauf oder eine Leibrente können in diesem Alter sinnvoller sein.
Die Kredithöhe für Rentner hängt von mehreren Faktoren ab: Ihrer monatlichen Nettorente, dem SCHUFA-Score, vorhandenen Sicherheiten und der gewünschten Laufzeit. Als Faustregel gilt: Die monatliche Kreditrate sollte maximal ein Drittel Ihrer Nettorente betragen. Bei einer Durchschnittsrente von ca. 1.100 EUR netto wäre das eine Rate von rund 365 EUR. Ab 75 Jahren begrenzen die meisten Banken die Kreditsumme auf maximal 25.000 EUR. Mit einer schuldenfreien Immobilie als Sicherheit sind bei manchen Anbietern Kredite bis zu 40 % des Immobilienwerts möglich.
Ja, mit 70 Jahren ist eine Kreditaufnahme bei guter Bonität grundsätzlich noch möglich. Allerdings müssen Sie mit Einschränkungen rechnen: Die Kreditbeträge fallen geringer aus (oft maximal 25.000 EUR), die Laufzeiten sind kürzer und die Zinsen können höher sein. Bei der Sparkasse und anderen Filialbanken bekommen Rentner ab 65 durchaus noch Ratenkredite. Ein regelmäßiges Einkommen (Rente) und ein sauberer SCHUFA-Eintrag sind dabei die wichtigsten Voraussetzungen. Für größere Summen oder Immobilienkredite wird es ab 70 jedoch deutlich schwieriger, da die Wohnimmobilienkreditrichtlinie eine Tilgung innerhalb der statistischen Lebenserwartung verlangt.
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