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Finanzexperte · Financer

Diese Seite bündelt girokonto wechsel statistiken für Deutschland. Gemeint sind zwei Dinge, die oft vermischt werden: erstens die gesetzliche Kontowechselhilfe nach Zahlungskontengesetz, zweitens der größere Girokonto-Markt, in dem Verbraucher überhaupt wechseln können.
Der harte Kontowechsel-Wert kommt von der BaFin. Im Jahr 2023 nutzten rund 494.000 Personen die gesetzliche Kontowechselhilfe. Das war etwas mehr als 2022 mit rund 467.800 Nutzungen und 2021 mit rund 482.000 Nutzungen. Beschwerden dazu gingen 2023 bei der BaFin in weniger als 100 Fällen ein.
Das klingt nach viel Bewegung, ist aber im Verhältnis zum Markt klein. Die Bundesbank zählte Mitte 2025 rund 170,2 Millionen Zahlungskonten in Deutschland. Viele Menschen haben mehr als ein Konto, und genau darin liegt der eigentliche Trend: Wechsel passieren nicht nur als sauberer Umzug von Bank A zu Bank B. Häufig wird erst ein zweites Konto eröffnet, getestet und später entschieden, welches Konto bleibt.
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Die Kennzahlen zeigen Nutzung der gesetzlichen Kontowechselhilfe, Girokonto-Besitz, Onlinebanking und Kontokosten. Sie eignen sich als schnelle Zitierbasis, solange Quelle und Definition mitgenannt werden.
| Kennzahl | Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| Personen nutzten 2023 die gesetzliche KontowechselhilfeBaFin-Erhebung zum Zahlungskontengesetz. | 494.000 | +5,6 % gegenüber 2022 |
| Nutzungen der gesetzlichen Kontowechselhilfe im Jahr 2022BaFin. | 467.800 | -2,9 % gegenüber 2021 |
| Zahlungskonten gab es Mitte 2025 in DeutschlandBundesbank Zahlungsverkehrsstatistik, H1 2025. | 170,2 Mio. | +4,1 % gegenüber Ende 2024 |
| der Befragten besitzen laut Bundesbank ein eigenes GirokontoBundesbank Zahlungsverhalten 2025. | 97 % | 2 % nutzen das Konto des Partners mit |
| der Befragten haben zwei oder mehr Girokonten29 % haben zwei Konten, 9 % drei oder mehr. | 38 % | +25 Prozentpunkte gegenüber 2023 |
| der internetnutzenden Kontoinhaber nutzen OnlinebankingBundesbank Zahlungsverhalten 2025. | 89 % | +8 Prozentpunkte gegenüber 2023 |
| der 16- bis 74-Jährigen nutzten 2025 InternetbankingEurostat, I_IUBK, Deutschland. | 70,71 % | +3,79 Prozentpunkte gegenüber 2024 |
| zahlen für ihr Haupt-Girokonto laut Bundesbank nichtsBundesbank Zahlungsverhalten 2025. | 23 % | 25 % zahlen 5 bis 10 € monatlich |
Die BaFin-Zahlen sind der direkteste Einstieg in kontowechsel zahlen. Die gesetzliche Kontowechselhilfe wurde 2016 eingeführt. Sie erlaubt Verbrauchern, die neue Bank zu beauftragen, Daueraufträge, Lastschriftinformationen und Zahlungspartner mit der alten Bank abzustimmen.
2023 nutzten rund 494.000 Personen dieses Angebot. 2022 waren es rund 467.800, 2021 rund 482.000. Das ist keine explosive Wechselwelle, sondern ein stabiler Korridor von knapp einer halben Million formeller Wechselhilfen pro Jahr. Besonders auffällig ist die niedrige Beschwerdezahl: Weniger als 100 Beschwerden zur Kontowechselhilfe gingen 2023 bei der BaFin ein.
Für die Interpretation ist wichtig: Ein selbst organisierter Kontowechsel taucht hier nicht zwingend auf. Wer ein neues Konto eröffnet, Gehaltszahlung und Lastschriften selbst umstellt und das alte Konto später kündigt, kann statistisch unsichtbar bleiben. Die BaFin misst also die Nutzung eines gesetzlichen Werkzeugs, nicht die gesamte Wechselbereitschaft im Markt.
| Jahr | Nutzungen | Veränderung | Einordnung |
|---|---|---|---|
2021 | rund 482.000 | - | erster Wert im BaFin-Auswertungszeitraum 2021-2023 |
2022 | rund 467.800 | -2,9 % | leichter Rückgang trotz starkem Basiskonto-Sondereffekt |
2023 | rund 494.000 | +5,6 % | höchster Wert der drei Jahre |
Beschwerden 2023 | weniger als 100 | unter 0,03 % der Nutzungen | BaFin wertet die Umsetzung insgesamt als gut |
Auswertungsrahmen | 2021 bis 2023 | 3 Jahre | dritte BaFin-Prüfung im Auftrag der EU-Kommission |
Quelle: BaFin-Erhebung zum ZahlungskontengesetzDaten vom Sept. 2025
Der girokonten markt deutschland ist viel größer als die jährliche Nutzung der Kontowechselhilfe vermuten lässt. In der Zahlungsverkehrsstatistik der Bundesbank standen Mitte 2025 rund 170,158 Millionen Zahlungskonten. Darunter waren 110,214 Millionen Konten mit übertragbaren, täglich fälligen Einlagen. Dieser engere Wert ist für Girokonten näher am Alltag, weil er Konten mit Überweisungen, Lastschriften und ähnlichen Verfügungen abbildet.
Noch deutlicher wird die Digitalisierung bei Online-Konten. Mitte 2025 gab es 87,067 Millionen Online-Konten mit übertragbaren, täglich fälligen Einlagen. Bei allen täglich fälligen Einlagenkonten lag die Online-Zahl sogar bei 122,507 Millionen.
Verglichen mit 494.000 gesetzlichen Kontowechselhilfen wirkt der Markt deshalb unbeweglich. Das wäre aber zu kurz gedacht. Der Wechsel passiert häufig indirekt: Wer Kontogebühren, App, Kartenmodell oder Bargeldzugang testet, eröffnet oft zuerst ein zusätzliches Konto. Unser Girokonto Vergleich ist genau für diese Vorauswahl gedacht.
Stand am Halbjahresende, Angaben in Millionen
Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverkehrs- und WertpapierabwicklungsstatistikenDaten vom Jan. 2026
| Kennzahl | 2023 H1 | 2024 H2 | 2025 H1 | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
Zahlungskonten | 158,746 Mio. | 163,492 Mio. | 170,158 Mio. | breiter Kontenbegriff der Zahlungsverkehrsstatistik |
Konten mit täglich fälligen Einlagen | 140,016 Mio. | 148,037 Mio. | 152,904 Mio. | Konten mit Guthaben |
Online-Konten mit täglich fälligen Einlagen | 110,770 Mio. | 119,962 Mio. | 122,507 Mio. | digitale Kontenbasis wächst weiter |
Übertragbare täglich fällige Einlagenkonten | 104,391 Mio. | 106,632 Mio. | 110,214 Mio. | girokonto-näherer Kontenbestand |
Online-Konten darunter | 80,385 Mio. | 85,110 Mio. | 87,067 Mio. | digital verfügbare Alltagskonten |
Kreditinstitute ohne Bundesbank | 1.367 | 1.290 | 1.274 | Anzahl der Institute sinkt weiter |
Geldausgabeautomaten im Inland | 51.825 | 49.456 | 48.620 | Bargeldzugang wird dichter überwacht |
Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverkehrs- und WertpapierabwicklungsstatistikenDaten vom Jan. 2026
Die Bundesbank-Zahlungsverhaltensstudie 2025 zeigt, warum ein Girokonto-Wechsel statistisch schwer zu fassen ist. 97 % der Befragten führen ein eigenes Girokonto, weitere 2 % können über das Konto des Partners oder der Partnerin verfügen. Nur ein kleiner Rest hat keine Verfügungsmöglichkeit.
Der entscheidende Wechselindikator ist die Zahl der Mehrfachkonten. 61 % nutzen ein Girokonto, 29 % zwei Konten und 9 % drei oder mehr Konten. Der Anteil mit mehr als einem Girokonto ist gegenüber 2023 um 25 Prozentpunkte gestiegen. Das spricht für einen Markt, in dem viele Kunden nicht sofort kündigen, sondern parallel testen.
Auch die Bankengruppen verschieben sich. Sparkassen und Landesbanken bleiben mit 41 % am weitesten verbreitet. Volks- und Raiffeisenbanken kommen auf 28 %. Direktbanken liegen mit 24 % schon fast gleichauf und legten laut Bundesbank um etwa ein Drittel zu. Ein Konto bei einer Direktbank ist besonders in der Altersgruppe 25 bis 34 verbreitet.
| Kennzahl | Wert | Basis / Hinweis |
|---|---|---|
Eigenes Girokonto | 97 % | alle Befragten |
Mitverfügung über Partnerkonto | 2 % | alle Befragten |
Ein Girokonto | 61 % | alle Befragten |
Zwei Girokonten | 29 % | alle Befragten |
Drei oder mehr Girokonten | 9 % | alle Befragten |
Sparkasse / Landesbank | 41 % | Befragte mit Girokonto, Mehrfachnennungen |
Volks- und Raiffeisenbank | 28 % | Befragte mit Girokonto |
Direktbank | 24 % | starker Zuwachs gegenüber 2023 |
Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverhalten in Deutschland 2025Daten vom Juli 2026
Ein Girokonto-Wechsel ist heute weniger Papierordner und mehr App-Alltag. In der Bundesbank-Studie nutzen 89 % der Befragten mit Girokonto und Internetzugang Onlinebanking. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als 2023. Zum ersten Mal liegt die Banking-App als Zugangsweg mit 62 % knapp vor der Website der Bank mit 61 %.
Bei Direktbanken ist die App noch stärker: 83 % der Direktbank-Kunden wickeln Bankgeschäfte per App ab. Bei 18- bis 24-Jährigen nutzen sogar 92 % die App der kontoführenden Bank. Bei Personen über 65 Jahren dominiert dagegen weiter die Website mit 77 %, während 37 % eine Banking-App nutzen.
Das erklärt, warum Wechselbereitschaft nicht mehr nur über Filialnähe läuft. Kosten, App-Stabilität, Kartenfunktionen, Echtzeitüberweisung und Bargeldzugang entscheiden zusammen. Wer wegen SCHUFA-Einträgen sucht, braucht zusätzlich andere Kriterien; dafür gibt es den Vergleich für ein Girokonto ohne SCHUFA.
| Bundesland | Anteil 2025 | Einordnung |
|---|---|---|
Hamburg | 77,36 % | höchster Wert im Eurostat-NUTS-1-Vergleich |
Berlin | 74,49 % | deutlich über Deutschland insgesamt |
Baden-Württemberg | 74,29 % | starker Südwest-Wert |
Rheinland-Pfalz | 72,42 % | über Bundesdurchschnitt |
Niedersachsen | 72,12 % | über Bundesdurchschnitt |
Bayern | 71,79 % | leicht über Bundesdurchschnitt |
Deutschland | 70,71 % | nationaler Eurostat-Wert |
Nordrhein-Westfalen | 70,44 % | nahe am Bundesdurchschnitt |
Saarland | 58,69 % | niedrigster Länderwert |
Sachsen-Anhalt | 59,08 % | unter 60 % |
Mecklenburg-Vorpommern | 60,73 % | unterer Bereich |
Thüringen | 61,02 % | unterer Bereich |
Quelle: Eurostat, Individuals using the internet for internet bankingDaten vom Juli 2026
Der europäische Vergleich zeigt, dass Deutschland beim digitalen Bankzugang nicht zur Spitzengruppe gehört. Destatis meldete für 2024, dass 67 % der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland Onlinebanking nutzten. Das entsprach dem EU-Durchschnitt.
Dänemark lag mit 98 % fast bei Vollabdeckung, die Niederlande mit 96 % und Finnland mit 95 % ebenfalls. Deutschland steht damit näher am europäischen Mittel als an den digitalen Spitzenreitern. Auf der anderen Seite lagen Rumänien mit 28 %, Bulgarien mit 31 % und Griechenland mit 54 % deutlich darunter.
Für Girokonto-Wechsel ist dieser Vergleich wichtig. Je selbstverständlicher Onlinebanking, App-Zugang und digitale Identifikation sind, desto leichter wird ein Konto parallel getestet. Der Wechsel ist dann weniger ein großer Behördengang und mehr ein schrittweiser Haushaltsprozess.
| Land / Gebiet | Onlinebanking-Anteil 2024 | Einordnung |
|---|---|---|
Deutschland | 67 % | entspricht dem EU-Durchschnitt |
EU-Durchschnitt | 67 % | 16- bis 74-Jährige |
Dänemark | 98 % | höchster genannter Wert |
Niederlande | 96 % | digitale Spitzengruppe |
Finnland | 95 % | digitale Spitzengruppe |
Rumänien | 28 % | niedrigster genannter Wert |
Bulgarien | 31 % | deutlich unter EU-Durchschnitt |
Griechenland | 54 % | unter EU-Durchschnitt |
Quelle: Destatis nach Eurostat-DatenDaten vom Sept. 2025
Das Zahlungskontengesetz arbeitet mit Geschäftstagen. Der empfangende Zahlungsdienstleister, also die neue Bank, muss die alte Bank innerhalb von zwei Geschäftstagen nach Erhalt der Ermächtigung auffordern. Die alte Bank muss die Listen und verfügbaren Informationen innerhalb von fünf Geschäftstagen senden. Danach hat die neue Bank wiederum fünf Geschäftstage, um die vorgesehenen Schritte abzuschließen.
In der Praxis heißt das nicht, dass jeder Kontowechsel nach zwölf Geschäftstagen perfekt erledigt ist. Der Stichtag in der Ermächtigung, Daueraufträge, Lastschriftmandate, Gehaltseingänge und Kartenzahlungen können zusätzliche Kontrolle erfordern. Trotzdem gibt das Gesetz einen klaren Rahmen, der den Wechsel planbarer macht.
Besonders bei Gemeinschaftskonten sollten Verbraucher vorher prüfen, wer unterschreiben muss und welche Lastschriften wirklich umziehen. Unser Ratgeber zum Gemeinschaftskonto erklärt die typischen Stolperstellen.
| Schritt | Frist | Rechtsgrundlage | Was passiert |
|---|---|---|---|
Neue Bank fordert alte Bank auf | 2 Geschäftstage | § 22 ZKG | Start nach Erhalt der Ermächtigung |
Alte Bank sendet Listen und Informationen | 5 Geschäftstage | § 23 ZKG | Daueraufträge, Lastschriften und Zahlungseingänge |
Neue Bank richtet um | 5 Geschäftstage | § 24 ZKG | Daueraufträge, Lastschriftannahme und Mitteilungen |
Mindestpuffer | mindestens 6 Geschäftstage | § 21 ZKG | Stichtage dürfen nicht zu eng gesetzt werden |
Quelle: Zahlungskontengesetz, §§ 22 bis 24Daten vom Juli 2026
Kontogebühren sind kein Nebenthema. Laut Bundesbank nutzen 23 % der Befragten ihr hauptsächlich genutztes Girokonto kostenlos. Weitere 15 % zahlen bis zu 5 € im Monat. Am häufigsten ist die Spanne von 5 bis 10 €, die 25 % der Befragten nennen. Rund 15 % machten keine Angabe.
Direktbanken schneiden günstiger ab. Dort berichteten 49 % der Befragten von einem kostenfreien Konto. Bei jungen Erwachsenen ist der Effekt noch stärker: In der Altersgruppe 18 bis 24 haben 61 % ein kostenloses Girokonto. In ländlichen Regionen ist der Anteil kostenfreier Konten mit 17 % niedriger als in städtischen Kernbereichen mit 28 %.
Für Verbraucher bedeutet das: Ein Wechsel lohnt sich nicht nur wegen der Kontoführungsgebühr. Kartenkosten, Bargeldabhebungen, Echtzeitüberweisungen, Dispozinsen und Bedingungen für kostenlose Kontoführung gehören in dieselbe Rechnung. Bei Selbstständigen und kleinen Unternehmen ist der passende Einstieg eher der Geschäftskonto Vergleich.
| Kostenklasse | Anteil | Einordnung |
|---|---|---|
Kostenfrei | 23 % | gesamt über alle Bankengruppen |
Bis 5 € | 15 % | niedrige monatliche Kontoführungsgebühr |
5 bis 10 € | 25 % | häufigste genannte Kostenklasse |
Kostenfrei bei Direktbanken | 49 % | deutlich über Gesamtdurchschnitt |
Kostenfrei bei 18- bis 24-Jährigen | 61 % | oft Schüler-, Azubi- oder Studentenkonto |
Kostenfrei in ländlichen Regionen | 17 % | niedriger als in Städten |
Kostenfrei in städtischen Kernbereichen | 28 % | höhere Direktbank- und Wettbewerbsdichte |
Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverhalten in Deutschland 2025Daten vom Juli 2026
Eine amtliche Prognose für Girokonto-Wechsel gibt es nicht. Aus den vorhandenen Daten lässt sich aber ein vorsichtiger Korridor ableiten. Die gesetzliche Kontowechselhilfe lag von 2021 bis 2023 zwischen 467.800 und 494.000 Nutzungen. Ohne größeren Gebührenschock oder Regelbruch dürfte der offizielle Wert eher in der Nähe von 0,47 bis 0,55 Millionen pro Jahr bleiben.
Mehr Dynamik ist bei Mehrfachkonten und Direktbanken zu erwarten. Wenn 38 % der Befragten bereits zwei oder mehr Girokonten nutzen und Direktbanken bei 24 % der Kontoinhaber vertreten sind, wird der Wechsel eher schrittweise. Verbraucher eröffnen ein Konto, testen App, Karte und Gebühren und verschieben Lastschriften später.
Der zweite Treiber ist Regulierung. Seit Oktober 2025 müssen Banken im Euroraum Echtzeitüberweisungen anbieten und die Empfängerüberprüfung macht Online-Überweisungen sicherer. Das senkt nicht automatisch die Kontogebühr. Es macht aber die digitale Kontonutzung selbstverständlicher.
| Jahr | Erwarteter Korridor | Annahme |
|---|---|---|
<YEAR+1> | 0,48 bis 0,53 Mio. gesetzliche Wechselhilfen | stabile BaFin-Reihe, mehr digitale Parallelkonten |
<YEAR+2> | 0,49 bis 0,55 Mio. | Gebühren und Direktbanken bleiben Haupttreiber |
<YEAR+3> | 0,50 bis 0,57 Mio. | Onlinebanking über 70 % stützt leichtere Wechselprozesse |
Risiko nach oben | starker Gebührenanstieg | würde Wechsel und Zweitkonto-Eröffnungen beschleunigen |
Risiko nach unten | höhere Zufriedenheit oder Wechselmüdigkeit | würde formelle Kontowechselhilfe bremsen |
Quelle: Financer-Berechnung auf Basis BaFin, Bundesbank und EurostatDaten vom Juli 2026
Die BaFin nennt für 2023 rund 494.000 Nutzungen der gesetzlichen Kontowechselhilfe. Das ist nicht identisch mit allen Girokonto-Wechseln, weil viele Verbraucher den Wechsel selbst organisieren oder zunächst ein zweites Konto eröffnen.
Die Bundesbank-Zahlungsverkehrsstatistik zählte Mitte 2025 rund 170,2 Millionen Zahlungskonten. Der engere Wert der übertragbaren täglich fälligen Einlagenkonten lag bei 110,2 Millionen.
Die offiziellen Statistiken nennen keine einzelne Wechselmotivation. Kontogebühren, App-Nutzung, Direktbanken, Kartenfunktionen, Bargeldzugang und ein zweites Testkonto sind aber die wichtigsten messbaren Hinweise.
Die neue Bank muss die alte Bank innerhalb von zwei Geschäftstagen auffordern. Die alte Bank hat fünf Geschäftstage für die Informationen, danach hat die neue Bank fünf Geschäftstage für die Umsetzung.
Im Eurostat-Vergleich 2025 liegt Hamburg mit 77,36 % vorne, gefolgt von Berlin mit 74,49 % und Baden-Württemberg mit 74,29 %. Deutschland insgesamt liegt bei 70,71 %.
Nein. Destatis meldete für 2024 einen deutschen Onlinebanking-Anteil von 67 %, also ungefähr EU-Durchschnitt. Dänemark lag bei 98 %, die Niederlande bei 96 % und Finnland bei 95 %.
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