Girokonto Wechsel Statistiken Deutschland 2026

Paw Vej
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Aktuelle Girokonto-Wechsel Statistiken für Deutschland: Kontowechselhilfe, Girokonto-Besitz, Onlinebanking, Gebühren, regionale Unterschiede und Quellen.

Girokonto Wechsel Statistiken Deutschland 2026: die wichtigsten Zahlen

Diese Seite bündelt girokonto wechsel statistiken für Deutschland. Gemeint sind zwei Dinge, die oft vermischt werden: erstens die gesetzliche Kontowechselhilfe nach Zahlungskontengesetz, zweitens der größere Girokonto-Markt, in dem Verbraucher überhaupt wechseln können.

Der harte Kontowechsel-Wert kommt von der BaFin. Im Jahr 2023 nutzten rund 494.000 Personen die gesetzliche Kontowechselhilfe. Das war etwas mehr als 2022 mit rund 467.800 Nutzungen und 2021 mit rund 482.000 Nutzungen. Beschwerden dazu gingen 2023 bei der BaFin in weniger als 100 Fällen ein.

Das klingt nach viel Bewegung, ist aber im Verhältnis zum Markt klein. Die Bundesbank zählte Mitte 2025 rund 170,2 Millionen Zahlungskonten in Deutschland. Viele Menschen haben mehr als ein Konto, und genau darin liegt der eigentliche Trend: Wechsel passieren nicht nur als sauberer Umzug von Bank A zu Bank B. Häufig wird erst ein zweites Konto eröffnet, getestet und später entschieden, welches Konto bleibt.

Girokonto Wechsel Statistiken: 8 Kernzahlen

Daten vom Juli 2026

Die Kennzahlen zeigen Nutzung der gesetzlichen Kontowechselhilfe, Girokonto-Besitz, Onlinebanking und Kontokosten. Sie eignen sich als schnelle Zitierbasis, solange Quelle und Definition mitgenannt werden.

KennzahlWertEinordnung
Personen nutzten 2023 die gesetzliche KontowechselhilfeBaFin-Erhebung zum Zahlungskontengesetz.494.000+5,6 % gegenüber 2022
Nutzungen der gesetzlichen Kontowechselhilfe im Jahr 2022BaFin.467.800-2,9 % gegenüber 2021
Zahlungskonten gab es Mitte 2025 in DeutschlandBundesbank Zahlungsverkehrsstatistik, H1 2025.170,2 Mio.+4,1 % gegenüber Ende 2024
der Befragten besitzen laut Bundesbank ein eigenes GirokontoBundesbank Zahlungsverhalten 2025.97 %2 % nutzen das Konto des Partners mit
der Befragten haben zwei oder mehr Girokonten29 % haben zwei Konten, 9 % drei oder mehr.38 %+25 Prozentpunkte gegenüber 2023
der internetnutzenden Kontoinhaber nutzen OnlinebankingBundesbank Zahlungsverhalten 2025.89 %+8 Prozentpunkte gegenüber 2023
der 16- bis 74-Jährigen nutzten 2025 InternetbankingEurostat, I_IUBK, Deutschland.70,71 %+3,79 Prozentpunkte gegenüber 2024
zahlen für ihr Haupt-Girokonto laut Bundesbank nichtsBundesbank Zahlungsverhalten 2025.23 %25 % zahlen 5 bis 10 € monatlich

Quelle: BaFin, Deutsche Bundesbank, Destatis und Eurostat

Kontowechselhilfe-Zahlen messen nur die gesetzliche Hilfe nach ZKG, nicht jeden selbst organisierten Bankwechsel. Bundesbank-Zahlungskonten enthalten neben Girokonten auch weitere Zahlungskonten nach Zahlungsverkehrsstatistik.

Kontowechselhilfe: knapp eine halbe Million offizielle Wechsel pro Jahr

Die BaFin-Zahlen sind der direkteste Einstieg in kontowechsel zahlen. Die gesetzliche Kontowechselhilfe wurde 2016 eingeführt. Sie erlaubt Verbrauchern, die neue Bank zu beauftragen, Daueraufträge, Lastschriftinformationen und Zahlungspartner mit der alten Bank abzustimmen.

2023 nutzten rund 494.000 Personen dieses Angebot. 2022 waren es rund 467.800, 2021 rund 482.000. Das ist keine explosive Wechselwelle, sondern ein stabiler Korridor von knapp einer halben Million formeller Wechselhilfen pro Jahr. Besonders auffällig ist die niedrige Beschwerdezahl: Weniger als 100 Beschwerden zur Kontowechselhilfe gingen 2023 bei der BaFin ein.

Für die Interpretation ist wichtig: Ein selbst organisierter Kontowechsel taucht hier nicht zwingend auf. Wer ein neues Konto eröffnet, Gehaltszahlung und Lastschriften selbst umstellt und das alte Konto später kündigt, kann statistisch unsichtbar bleiben. Die BaFin misst also die Nutzung eines gesetzlichen Werkzeugs, nicht die gesamte Wechselbereitschaft im Markt.

Nutzung der gesetzlichen Kontowechselhilfe

JahrNutzungenVeränderungEinordnung

2021

rund 482.000

-

erster Wert im BaFin-Auswertungszeitraum 2021-2023

2022

rund 467.800

-2,9 %

leichter Rückgang trotz starkem Basiskonto-Sondereffekt

2023

rund 494.000

+5,6 %

höchster Wert der drei Jahre

Beschwerden 2023

weniger als 100

unter 0,03 % der Nutzungen

BaFin wertet die Umsetzung insgesamt als gut

Auswertungsrahmen

2021 bis 2023

3 Jahre

dritte BaFin-Prüfung im Auftrag der EU-Kommission

Quelle: BaFin-Erhebung zum ZahlungskontengesetzDaten vom Sept. 2025

Girokonten Markt Deutschland: riesiger Bestand, kleine Wechselquote

Der girokonten markt deutschland ist viel größer als die jährliche Nutzung der Kontowechselhilfe vermuten lässt. In der Zahlungsverkehrsstatistik der Bundesbank standen Mitte 2025 rund 170,158 Millionen Zahlungskonten. Darunter waren 110,214 Millionen Konten mit übertragbaren, täglich fälligen Einlagen. Dieser engere Wert ist für Girokonten näher am Alltag, weil er Konten mit Überweisungen, Lastschriften und ähnlichen Verfügungen abbildet.

Noch deutlicher wird die Digitalisierung bei Online-Konten. Mitte 2025 gab es 87,067 Millionen Online-Konten mit übertragbaren, täglich fälligen Einlagen. Bei allen täglich fälligen Einlagenkonten lag die Online-Zahl sogar bei 122,507 Millionen.

Verglichen mit 494.000 gesetzlichen Kontowechselhilfen wirkt der Markt deshalb unbeweglich. Das wäre aber zu kurz gedacht. Der Wechsel passiert häufig indirekt: Wer Kontogebühren, App, Kartenmodell oder Bargeldzugang testet, eröffnet oft zuerst ein zusätzliches Konto. Unser Girokonto Vergleich ist genau für diese Vorauswahl gedacht.

Zahlungskonten in Deutschland

Stand am Halbjahresende, Angaben in Millionen

Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverkehrs- und WertpapierabwicklungsstatistikenDaten vom Jan. 2026

Kontenbestand und Infrastruktur

Kennzahl2023 H12024 H22025 H1Einordnung

Zahlungskonten

158,746 Mio.

163,492 Mio.

170,158 Mio.

breiter Kontenbegriff der Zahlungsverkehrsstatistik

Konten mit täglich fälligen Einlagen

140,016 Mio.

148,037 Mio.

152,904 Mio.

Konten mit Guthaben

Online-Konten mit täglich fälligen Einlagen

110,770 Mio.

119,962 Mio.

122,507 Mio.

digitale Kontenbasis wächst weiter

Übertragbare täglich fällige Einlagenkonten

104,391 Mio.

106,632 Mio.

110,214 Mio.

girokonto-näherer Kontenbestand

Online-Konten darunter

80,385 Mio.

85,110 Mio.

87,067 Mio.

digital verfügbare Alltagskonten

Kreditinstitute ohne Bundesbank

1.367

1.290

1.274

Anzahl der Institute sinkt weiter

Geldausgabeautomaten im Inland

51.825

49.456

48.620

Bargeldzugang wird dichter überwacht

Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverkehrs- und WertpapierabwicklungsstatistikenDaten vom Jan. 2026

Verbraucherverhalten: Wechsel beginnt oft mit einem zweiten Konto

Die Bundesbank-Zahlungsverhaltensstudie 2025 zeigt, warum ein Girokonto-Wechsel statistisch schwer zu fassen ist. 97 % der Befragten führen ein eigenes Girokonto, weitere 2 % können über das Konto des Partners oder der Partnerin verfügen. Nur ein kleiner Rest hat keine Verfügungsmöglichkeit.

Der entscheidende Wechselindikator ist die Zahl der Mehrfachkonten. 61 % nutzen ein Girokonto, 29 % zwei Konten und 9 % drei oder mehr Konten. Der Anteil mit mehr als einem Girokonto ist gegenüber 2023 um 25 Prozentpunkte gestiegen. Das spricht für einen Markt, in dem viele Kunden nicht sofort kündigen, sondern parallel testen.

Auch die Bankengruppen verschieben sich. Sparkassen und Landesbanken bleiben mit 41 % am weitesten verbreitet. Volks- und Raiffeisenbanken kommen auf 28 %. Direktbanken liegen mit 24 % schon fast gleichauf und legten laut Bundesbank um etwa ein Drittel zu. Ein Konto bei einer Direktbank ist besonders in der Altersgruppe 25 bis 34 verbreitet.

Girokonto-Besitz und Bankengruppen 2025

KennzahlWertBasis / Hinweis

Eigenes Girokonto

97 %

alle Befragten

Mitverfügung über Partnerkonto

2 %

alle Befragten

Ein Girokonto

61 %

alle Befragten

Zwei Girokonten

29 %

alle Befragten

Drei oder mehr Girokonten

9 %

alle Befragten

Sparkasse / Landesbank

41 %

Befragte mit Girokonto, Mehrfachnennungen

Volks- und Raiffeisenbank

28 %

Befragte mit Girokonto

Direktbank

24 %

starker Zuwachs gegenüber 2023

Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverhalten in Deutschland 2025Daten vom Juli 2026

Onlinebanking macht den Kontowechsel praktischer

Ein Girokonto-Wechsel ist heute weniger Papierordner und mehr App-Alltag. In der Bundesbank-Studie nutzen 89 % der Befragten mit Girokonto und Internetzugang Onlinebanking. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als 2023. Zum ersten Mal liegt die Banking-App als Zugangsweg mit 62 % knapp vor der Website der Bank mit 61 %.

Bei Direktbanken ist die App noch stärker: 83 % der Direktbank-Kunden wickeln Bankgeschäfte per App ab. Bei 18- bis 24-Jährigen nutzen sogar 92 % die App der kontoführenden Bank. Bei Personen über 65 Jahren dominiert dagegen weiter die Website mit 77 %, während 37 % eine Banking-App nutzen.

Das erklärt, warum Wechselbereitschaft nicht mehr nur über Filialnähe läuft. Kosten, App-Stabilität, Kartenfunktionen, Echtzeitüberweisung und Bargeldzugang entscheiden zusammen. Wer wegen SCHUFA-Einträgen sucht, braucht zusätzlich andere Kriterien; dafür gibt es den Vergleich für ein Girokonto ohne SCHUFA.

Onlinebanking nach Bundesland 2025

BundeslandAnteil 2025Einordnung

Hamburg

77,36 %

höchster Wert im Eurostat-NUTS-1-Vergleich

Berlin

74,49 %

deutlich über Deutschland insgesamt

Baden-Württemberg

74,29 %

starker Südwest-Wert

Rheinland-Pfalz

72,42 %

über Bundesdurchschnitt

Niedersachsen

72,12 %

über Bundesdurchschnitt

Bayern

71,79 %

leicht über Bundesdurchschnitt

Deutschland

70,71 %

nationaler Eurostat-Wert

Nordrhein-Westfalen

70,44 %

nahe am Bundesdurchschnitt

Saarland

58,69 %

niedrigster Länderwert

Sachsen-Anhalt

59,08 %

unter 60 %

Mecklenburg-Vorpommern

60,73 %

unterer Bereich

Thüringen

61,02 %

unterer Bereich

Quelle: Eurostat, Individuals using the internet for internet bankingDaten vom Juli 2026

EU-Vergleich: Deutschland liegt digital nur im Mittelfeld

Der europäische Vergleich zeigt, dass Deutschland beim digitalen Bankzugang nicht zur Spitzengruppe gehört. Destatis meldete für 2024, dass 67 % der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland Onlinebanking nutzten. Das entsprach dem EU-Durchschnitt.

Dänemark lag mit 98 % fast bei Vollabdeckung, die Niederlande mit 96 % und Finnland mit 95 % ebenfalls. Deutschland steht damit näher am europäischen Mittel als an den digitalen Spitzenreitern. Auf der anderen Seite lagen Rumänien mit 28 %, Bulgarien mit 31 % und Griechenland mit 54 % deutlich darunter.

Für Girokonto-Wechsel ist dieser Vergleich wichtig. Je selbstverständlicher Onlinebanking, App-Zugang und digitale Identifikation sind, desto leichter wird ein Konto parallel getestet. Der Wechsel ist dann weniger ein großer Behördengang und mehr ein schrittweiser Haushaltsprozess.

Onlinebanking im EU-Vergleich 2024

Land / GebietOnlinebanking-Anteil 2024Einordnung

Deutschland

67 %

entspricht dem EU-Durchschnitt

EU-Durchschnitt

67 %

16- bis 74-Jährige

Dänemark

98 %

höchster genannter Wert

Niederlande

96 %

digitale Spitzengruppe

Finnland

95 %

digitale Spitzengruppe

Rumänien

28 %

niedrigster genannter Wert

Bulgarien

31 %

deutlich unter EU-Durchschnitt

Griechenland

54 %

unter EU-Durchschnitt

Quelle: Destatis nach Eurostat-DatenDaten vom Sept. 2025

Wie lange dauert die gesetzliche Kontowechselhilfe?

Das Zahlungskontengesetz arbeitet mit Geschäftstagen. Der empfangende Zahlungsdienstleister, also die neue Bank, muss die alte Bank innerhalb von zwei Geschäftstagen nach Erhalt der Ermächtigung auffordern. Die alte Bank muss die Listen und verfügbaren Informationen innerhalb von fünf Geschäftstagen senden. Danach hat die neue Bank wiederum fünf Geschäftstage, um die vorgesehenen Schritte abzuschließen.

In der Praxis heißt das nicht, dass jeder Kontowechsel nach zwölf Geschäftstagen perfekt erledigt ist. Der Stichtag in der Ermächtigung, Daueraufträge, Lastschriftmandate, Gehaltseingänge und Kartenzahlungen können zusätzliche Kontrolle erfordern. Trotzdem gibt das Gesetz einen klaren Rahmen, der den Wechsel planbarer macht.

Besonders bei Gemeinschaftskonten sollten Verbraucher vorher prüfen, wer unterschreiben muss und welche Lastschriften wirklich umziehen. Unser Ratgeber zum Gemeinschaftskonto erklärt die typischen Stolperstellen.

Gesetzliche Fristen beim Kontowechsel

SchrittFristRechtsgrundlageWas passiert

Neue Bank fordert alte Bank auf

2 Geschäftstage

§ 22 ZKG

Start nach Erhalt der Ermächtigung

Alte Bank sendet Listen und Informationen

5 Geschäftstage

§ 23 ZKG

Daueraufträge, Lastschriften und Zahlungseingänge

Neue Bank richtet um

5 Geschäftstage

§ 24 ZKG

Daueraufträge, Lastschriftannahme und Mitteilungen

Mindestpuffer

mindestens 6 Geschäftstage

§ 21 ZKG

Stichtage dürfen nicht zu eng gesetzt werden

Quelle: Zahlungskontengesetz, §§ 22 bis 24Daten vom Juli 2026

Gebühren bleiben der stärkste Wechselauslöser

Kontogebühren sind kein Nebenthema. Laut Bundesbank nutzen 23 % der Befragten ihr hauptsächlich genutztes Girokonto kostenlos. Weitere 15 % zahlen bis zu 5 € im Monat. Am häufigsten ist die Spanne von 5 bis 10 €, die 25 % der Befragten nennen. Rund 15 % machten keine Angabe.

Direktbanken schneiden günstiger ab. Dort berichteten 49 % der Befragten von einem kostenfreien Konto. Bei jungen Erwachsenen ist der Effekt noch stärker: In der Altersgruppe 18 bis 24 haben 61 % ein kostenloses Girokonto. In ländlichen Regionen ist der Anteil kostenfreier Konten mit 17 % niedriger als in städtischen Kernbereichen mit 28 %.

Für Verbraucher bedeutet das: Ein Wechsel lohnt sich nicht nur wegen der Kontoführungsgebühr. Kartenkosten, Bargeldabhebungen, Echtzeitüberweisungen, Dispozinsen und Bedingungen für kostenlose Kontoführung gehören in dieselbe Rechnung. Bei Selbstständigen und kleinen Unternehmen ist der passende Einstieg eher der Geschäftskonto Vergleich.

Monatliche Kosten des hauptsächlich genutzten Girokontos

KostenklasseAnteilEinordnung

Kostenfrei

23 %

gesamt über alle Bankengruppen

Bis 5 €

15 %

niedrige monatliche Kontoführungsgebühr

5 bis 10 €

25 %

häufigste genannte Kostenklasse

Kostenfrei bei Direktbanken

49 %

deutlich über Gesamtdurchschnitt

Kostenfrei bei 18- bis 24-Jährigen

61 %

oft Schüler-, Azubi- oder Studentenkonto

Kostenfrei in ländlichen Regionen

17 %

niedriger als in Städten

Kostenfrei in städtischen Kernbereichen

28 %

höhere Direktbank- und Wettbewerbsdichte

Quelle: Deutsche Bundesbank, Zahlungsverhalten in Deutschland 2025Daten vom Juli 2026

Prognose: Kontowechsel werden digitaler, nicht unbedingt lauter

Eine amtliche Prognose für Girokonto-Wechsel gibt es nicht. Aus den vorhandenen Daten lässt sich aber ein vorsichtiger Korridor ableiten. Die gesetzliche Kontowechselhilfe lag von 2021 bis 2023 zwischen 467.800 und 494.000 Nutzungen. Ohne größeren Gebührenschock oder Regelbruch dürfte der offizielle Wert eher in der Nähe von 0,47 bis 0,55 Millionen pro Jahr bleiben.

Mehr Dynamik ist bei Mehrfachkonten und Direktbanken zu erwarten. Wenn 38 % der Befragten bereits zwei oder mehr Girokonten nutzen und Direktbanken bei 24 % der Kontoinhaber vertreten sind, wird der Wechsel eher schrittweise. Verbraucher eröffnen ein Konto, testen App, Karte und Gebühren und verschieben Lastschriften später.

Der zweite Treiber ist Regulierung. Seit Oktober 2025 müssen Banken im Euroraum Echtzeitüberweisungen anbieten und die Empfängerüberprüfung macht Online-Überweisungen sicherer. Das senkt nicht automatisch die Kontogebühr. Es macht aber die digitale Kontonutzung selbstverständlicher.

Financer-Projektion für Girokonto-Wechsel <YEAR+1> bis <YEAR+3>

JahrErwarteter KorridorAnnahme

<YEAR+1>

0,48 bis 0,53 Mio. gesetzliche Wechselhilfen

stabile BaFin-Reihe, mehr digitale Parallelkonten

<YEAR+2>

0,49 bis 0,55 Mio.

Gebühren und Direktbanken bleiben Haupttreiber

<YEAR+3>

0,50 bis 0,57 Mio.

Onlinebanking über 70 % stützt leichtere Wechselprozesse

Risiko nach oben

starker Gebührenanstieg

würde Wechsel und Zweitkonto-Eröffnungen beschleunigen

Risiko nach unten

höhere Zufriedenheit oder Wechselmüdigkeit

würde formelle Kontowechselhilfe bremsen

Quelle: Financer-Berechnung auf Basis BaFin, Bundesbank und EurostatDaten vom Juli 2026

FAQ zu Girokonto Wechsel Statistiken

Wie viele Menschen wechseln in Deutschland ihr Girokonto?

Die BaFin nennt für 2023 rund 494.000 Nutzungen der gesetzlichen Kontowechselhilfe. Das ist nicht identisch mit allen Girokonto-Wechseln, weil viele Verbraucher den Wechsel selbst organisieren oder zunächst ein zweites Konto eröffnen.

Wie viele Girokonten gibt es in Deutschland?

Die Bundesbank-Zahlungsverkehrsstatistik zählte Mitte 2025 rund 170,2 Millionen Zahlungskonten. Der engere Wert der übertragbaren täglich fälligen Einlagenkonten lag bei 110,2 Millionen.

Warum wechseln Verbraucher ihr Girokonto?

Die offiziellen Statistiken nennen keine einzelne Wechselmotivation. Kontogebühren, App-Nutzung, Direktbanken, Kartenfunktionen, Bargeldzugang und ein zweites Testkonto sind aber die wichtigsten messbaren Hinweise.

Wie lange dauert ein Kontowechsel nach dem Zahlungskontengesetz?

Die neue Bank muss die alte Bank innerhalb von zwei Geschäftstagen auffordern. Die alte Bank hat fünf Geschäftstage für die Informationen, danach hat die neue Bank fünf Geschäftstage für die Umsetzung.

Welches Bundesland nutzt Onlinebanking am stärksten?

Im Eurostat-Vergleich 2025 liegt Hamburg mit 77,36 % vorne, gefolgt von Berlin mit 74,49 % und Baden-Württemberg mit 74,29 %. Deutschland insgesamt liegt bei 70,71 %.

Ist Deutschland beim Onlinebanking führend in Europa?

Nein. Destatis meldete für 2024 einen deutschen Onlinebanking-Anteil von 67 %, also ungefähr EU-Durchschnitt. Dänemark lag bei 98 %, die Niederlande bei 96 % und Finnland bei 95 %.

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