Anonym
Finanzexperte · Financer
Neues Konto aktivieren
Eröffnen Sie das neue Girokonto und testen Sie alle Zugänge. Überweisen Sie einen kleinen Betrag auf das neue Konto, zahlen Sie wenn möglich einmal mit der Karte und prüfen Sie, ob Push-TAN, App oder Kartenleser funktionieren.
Kontowechselhilfe beauftragen oder manuell starten
Bei der gesetzlichen Kontowechselhilfe ermächtigen Sie die neue Bank schriftlich oder über das Online-Banking, die alte Bank zu kontaktieren. Sie bestimmen, welche Daueraufträge, Lastschriften und Zahlungspartner umgestellt werden sollen. Wenn Sie lieber selbst arbeiten, laden Sie die Umsätze der letzten 13 Monate herunter und bauen daraus Ihre eigene Checkliste.
Regelmäßige Buchungen der letzten 13 Monate prüfen
Gehen Sie die Kontoauszüge nicht nur nach Namen, sondern auch nach Rhythmus durch. Manche Abbuchungen kommen monatlich, andere quartalsweise oder nur einmal im Jahr. Typische Kandidaten sind Versicherungen, Kfz-Steuer, Rundfunkbeitrag, Mitgliedschaften, Kreditraten, ETF-Sparpläne, Kindergarten, Strom, Gas, Internet und Mobilfunk.
Zahlungspartner informieren
Teilen Sie Ihre neue IBAN aktiv den wichtigsten Stellen mit: Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen, Energieversorger, Mobilfunkanbieter, Finanzamt, Familienkasse, Krankenkasse und Kreditgeber. Bei Online-Diensten wie PayPal, Amazon, Apple Pay, Google Pay, Netflix oder Trade Republic müssen Sie die Bankverbindung meist selbst im Kundenkonto ändern.
Daueraufträge und Lastschriften testen
Richten Sie Daueraufträge auf dem neuen Konto ein und löschen Sie sie erst später beim alten Konto. Beobachten Sie mindestens einen Zahlungslauf. Entscheidend ist nicht, dass die Liste gut aussieht, sondern dass Miete, Gehalt und wichtige Abbuchungen tatsächlich auf dem neuen Konto laufen.
Beide Konten parallel führen
Lassen Sie altes und neues Konto für eine Übergangszeit parallel bestehen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt rund drei Monate, damit verspätete Abbuchungen, Jahresbeiträge und noch offene Gebühren nicht ins Leere laufen.
Altes Konto kündigen
Kündigen Sie das alte Girokonto erst, wenn keine erwarteten Zahlungseingänge oder Abbuchungen mehr offen sind. Lassen Sie Restguthaben auf die neue IBAN überweisen und speichern Sie vorher alle Kontoauszüge, Steuerbelege und Banknachrichten.
Wie wechsle ich mein Girokonto, ohne dass Gehalt, Miete, Stromabschlag oder Versicherungen im falschen Moment hängen bleiben? Der sichere Weg ist simpel: Erst das neue Konto vollständig aktivieren, dann Zahlungen umziehen und erst am Schluss das alte Girokonto schließen.
Das klingt trockener, als es im Alltag ist. Ein Girokonto ist in Deutschland die Schaltzentrale für fast alles: Gehalt, Miete, Kartenzahlungen, Lastschriften, Daueraufträge, Steuererstattungen und oft auch das Online-Banking für Wertpapierdepots oder Kreditkarten. Die Bundesbank meldet für 2025, dass 97 % der Befragten ein eigenes Girokonto haben und gut ein Drittel mehrere Konten nutzt. Ein Kontowechsel betrifft also selten nur eine IBAN. Er betrifft Ihren gesamten Zahlungsrhythmus.
Der Kontowechsel beginnt nicht mit der Kündigung, sondern mit der Auswahl des neuen Kontos. Prüfen Sie Kontoführungsgebühr, Kartenkosten, Bargeldversorgung, Dispozins, App-Qualität, Echtzeitüberweisungen und Bedingungen für ein kostenloses Konto. Viele kostenlose Girokonten setzen einen monatlichen Mindestgeldeingang voraus. Wenn Ihr Gehalt schwankt, kann ein scheinbar kostenloses Konto schnell teuer werden.
Nutzen Sie vor der Entscheidung unseren Girokonto Vergleich und, falls eine Ablehnung wegen Bonität ein Thema ist, den Vergleich zum Girokonto ohne SCHUFA. Zusätzlich stellt die BaFin ein neutrales Kontenvergleichsportal bereit. Dort sehen Sie Basis- und Girokonten, ohne dass ein Anbieter im Vordergrund steht.
Eröffnen Sie das neue Konto vollständig, bevor Sie Zahlungen umziehen. Dazu gehören Legitimation, Online-Banking, Karte, PIN, App, TAN-Verfahren und ein erster Test mit einer kleinen Überweisung. Erst wenn Sie sicher auf das Konto zugreifen können, sollte der eigentliche Umzug starten.
Wenn Sie Ihr Girokonto wechseln, können Sie die gesetzliche Kontowechselhilfe nutzen oder den Umzug selbst organisieren. In der Praxis ist eine Mischung oft am saubersten: Bankdaten automatisch übertragen lassen, wichtige Zahlungspartner zusätzlich selbst kontrollieren.
Seit September 2016 regelt das Zahlungskontengesetz, dass Banken Verbraucher beim Kontowechsel unterstützen müssen. Das gilt für Zahlungskonten in Deutschland, die in derselben Währung geführt werden. In der Alltagssprache geht es meistens um das Girokonto.
Der Ablauf hat feste Fristen: Die neue Bank muss innerhalb von zwei Geschäftstagen nach Ihrer Ermächtigung die alte Bank kontaktieren. Die alte Bank hat danach fünf Geschäftstage Zeit, Listen mit Daueraufträgen, Lastschriftinformationen und verfügbaren Daten zu eingehenden Überweisungen aus den letzten 13 Monaten zu übermitteln. Anschließend hat die neue Bank weitere fünf Geschäftstage, um gewünschte Daueraufträge einzurichten und Zahlungspartner zu informieren.
Wichtig ist die Ermächtigung. Ohne Ihre Zustimmung dürfen die Banken den Kontowechsel nicht einfach für Sie durchführen. Prüfen Sie in diesem Formular genau, welche Leistungen Sie beauftragen. Sie können einzelne Daueraufträge, Lastschriften oder Zahlungspartner ausnehmen, wenn Sie diese lieber selbst umstellen möchten.
| Aufgabe | Zuständig | Typische Frist |
|---|---|---|
Neue Bank fordert Daten an | Neue Bank | 2 Geschäftstage nach Ermächtigung |
Alte Bank liefert Listen und Informationen | Alte Bank | 5 Geschäftstage |
Daueraufträge einrichten und Zahlungspartner informieren | Neue Bank | 5 Geschäftstage nach Datenerhalt |
Altes Konto schließen | Alte Bank | Zum von Ihnen gewünschten Datum, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind |
Die Kontowechselhilfe ist nützlich, aber sie ist kein Autopilot für Ihr gesamtes Finanzleben. Die alte Bank kennt nicht jede Stelle, der Sie irgendwann ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben. Sie erkennt auch nicht zuverlässig, welche Bankverbindung in Apps, Wallets oder Kundenkonten hinterlegt ist.
Kontrollieren Sie deshalb besonders Zahlungspartner, bei denen eine geplatzte Lastschrift unangenehm wird: Vermieter, Krankenkasse, Stromanbieter, Kreditgeber, Versicherungen und Arbeitgeber. Wenn Sie Geld ins Ausland senden oder empfangen, prüfen Sie zusätzlich IBAN, Gebühren und Laufzeiten. Dafür haben wir einen eigenen Leitfaden zum Thema Geld ins Ausland überweisen.
Auch Sparpläne und Depots verdienen einen Blick. Ein ETF-Sparplan, der vom alten Konto abbucht, kann ausfallen, wenn dort kein Guthaben mehr liegt. Dasselbe gilt für Kreditkartenabrechnungen und Ratenzahlungen. Notieren Sie sich für den ersten Monat nach dem Wechsel feste Kontrolltage, etwa am 1., 15. und 28. des Monats.
Wechseln Sie zu einem Bankkonto, das genauso hart arbeitet wie Sie - mit besseren Vorteilen und niedrigeren Kosten.
Zum Girokonto-Vergleich!Die reine gesetzliche Kontowechselhilfe kann in etwa zwölf Geschäftstagen durchlaufen sein, wenn alle Angaben stimmen und beide Banken sauber arbeiten. In der Praxis sollten Sie großzügiger planen. Postwege, fehlende Adressen, Rückfragen, Feiertage und Zahlungspartner mit langsamen Systemen können den Wechsel verlängern.
Für einen entspannten Kontowechsel ist ein Zeitfenster von vier bis acht Wochen realistisch. Wenn Sie viele Lastschriften haben, Jahresbeiträge zahlen oder selbstständig sind, planen Sie eher länger. Das alte und neue Konto zwei bis drei Monate parallel zu führen kostet manchmal eine zusätzliche Kontoführungsgebühr, verhindert aber teure Rücklastschriften und Mahnungen.
Wenn Sie ein Gemeinschaftskonto wechseln, müssen alle Kontoinhaber mitziehen. Prüfen Sie außerdem, ob Vollmachten, Karten, Daueraufträge und Freistellungsaufträge neu eingerichtet werden müssen.
Die gesetzliche Kontowechselhilfe darf nicht zur Kostenfalle werden. Banken dürfen für bestimmte Unterstützungsleistungen nur dann Entgelte verlangen, wenn diese vereinbart, angemessen und an tatsächlichen Kosten orientiert sind. Viele Banken bieten digitale Wechselservices kostenlos an, weil sie neue Kunden gewinnen möchten.
Fragen Sie trotzdem vor dem Start nach dem Preisverzeichnis. Kosten können auch indirekt entstehen: doppelte Kontoführungsgebühren während der Übergangszeit, neue Kartenentgelte, Gebühren für Ersatzkontoauszüge oder Rücklastschriftkosten, falls eine Abbuchung scheitert.
Der größte Hebel liegt meistens nicht im Wechsel selbst, sondern im neuen Kontomodell. Wenn Sie von einem teuren Filialkonto auf ein günstigeres Onlinekonto wechseln, können Grundgebühren, Kartenkosten und Fremdautomatengebühren spürbar sinken. Wenn Sie persönlichen Service brauchen, kann ein günstiges Direktbankkonto dagegen im Alltag unpraktisch sein.
Wenn Ihr altes Girokonto im Minus ist, klären Sie den Dispo vor der Kündigung. Ein negatives Saldo muss ausgeglichen oder mit der alten Bank geregelt werden. Fragen Sie die neue Bank außerdem, ob sie Ihnen ebenfalls einen Dispokredit einräumt. Dafür kann eine Bonitätsprüfung erfolgen. In Deutschland ist dabei vor allem der SCHUFA-Score relevant, nicht ein US-amerikanisches Scoringmodell.
Bei einem P-Konto sollten Sie vorsichtiger sein. Ein Pfändungsschutzkonto ist an besondere Regeln gebunden, und ein Wechsel kann sich verzögern, wenn noch Pfändungen aktiv sind. Holen Sie sich in diesem Fall vorab Beratung, zum Beispiel bei einer Schuldnerberatung oder Verbraucherzentrale.
Wenn Sie häufig im Ausland zahlen oder mehrere Währungen nutzen, prüfen Sie Anbieter mit günstigen Auslandsentgelten. Unsere Wise Erfahrungen können dafür ein Einstieg sein. Für ein rein deutsches Gehaltskonto zählen dagegen oft andere Punkte: verlässliche Girocard, Bargeldversorgung, App-Stabilität und guter Support.
Am einfachsten eröffnen Sie zuerst das neue Girokonto und nutzen anschließend die Kontowechselhilfe der neuen Bank. Prüfen Sie trotzdem selbst alle wichtigen Zahlungspartner, weil Apps, Wallets und manche Online-Dienste Ihre neue IBAN nicht automatisch übernehmen.
Die gesetzlichen Arbeitsschritte können etwa zwölf Geschäftstage dauern. Praktisch sollten Sie vier bis acht Wochen einplanen und das alte Konto noch zwei bis drei Monate parallel führen, damit verspätete Abbuchungen nicht scheitern.
Viele Banken bieten den Kontowechsel kostenlos an. Gesetzlich sind Entgelte nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Fragen Sie vor dem Start nach dem Preisverzeichnis und achten Sie auf indirekte Kosten wie doppelte Kontoführungsgebühren oder Rücklastschriften.
Nicht alle. Bei der Kontowechselhilfe kann die neue Bank viele Zahlungspartner informieren. Sie sollten wichtige Stellen trotzdem selbst kontrollieren, vor allem Vermieter, Arbeitgeber, Versicherungen, Kreditgeber und Dienste wie PayPal, Amazon, Apple Pay oder Google Pay.
Kündigen Sie das alte Girokonto erst, wenn alle wichtigen Einnahmen und Abbuchungen auf dem neuen Konto funktionieren. Speichern Sie vorher Kontoauszüge und Banknachrichten, weil der Online-Banking-Zugang nach der Schließung enden kann.
Ein Kontowechsel ist möglich, kann aber schwieriger werden. Ein offener Dispo muss geregelt werden, und die neue Bank kann Ihre Bonität prüfen. Wenn normale Girokonten abgelehnt werden, kann ein Basiskonto oder ein Girokonto ohne SCHUFA-Prüfung eine Alternative sein.
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