Anonym
Finanzexperte · Financer
Wussten Sie, dass hierzulande pro Person durchschnittlich rund 1.500 Euro jährlich für Sprit ausgegeben werden? Seit Anfang 2026 hat die nächste Stufe der CO₂-Bepreisung die Spritpreise weiter ansteigen lassen - verstärkt durch den Nahostkonflikt zwischen den USA und dem Iran, der die globalen Ölmärkte zusätzlich unter Druck setzt. Super E10 kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 2,19 Euro pro Liter.
Die Preise an den Zapfsäulen lasten somit immer schwerer auf den Geldbeuteln der Deutschen, doch für viele ist der Verzicht auf das Fahrzeug keine Option. Aus diesem Grund ist Kraftstoff sparen angesagt!
Die hohen Kraftstoffpreise sind in Deutschland mittlerweile ein Dauerthema. Den Benzinpreis können Sie leider nicht beeinflussen, aber Sie können den richtigen Zeitpunkt wählen. Spritpreise ändern sich nämlich nicht nur täglich, sondern stündlich.
Der ADAC hat im Rahmen einer Untersuchung 14.000 verschiedene Tankstellen in Deutschland ausgewertet und ist zum Schluss gekommen: Die Uhrzeit spielt bei der Preisgestaltung von Kraftstoff eine große Rolle.
Am teuersten wird es für den Verbraucher üblicherweise morgens - auf dem Weg zur Arbeit. Ab 5 Uhr morgens wird ein leichter Preisanstieg verzeichnet, der seinen Höhepunkt um 7 Uhr erreicht. Wenn Sie sparsam tanken möchten, dann wird empfohlen, sich zwischen 18 und 22 Uhr zur Zapfsäule zu begeben.
Wenn Sie in Grenzregionen leben, lohnt es sich unter Umständen auch, im Ausland zu tanken - Polen, Tschechien, Österreich und Luxemburg sind derzeit wesentlich günstiger als Deutschland. Da es jedoch Preisschwankungen gibt, sollten Sie sich täglich über den aktuellen Preis informieren.
Prüfen Sie regelmäßig den Druck in Ihren Reifen, um spritsparend zu fahren. Vermeiden Sie einen zu niedrigen Reifendruck, da dieser dazu führt, dass sich der Rollwiderstand des Fahrzeugs erhöht. Das beeinträchtigt die Fahrsicherheit, da die Lenkung schwammiger wird und sich der Bremsweg verlängert. Außerdem entstehen Verformungen des Reifens, wodurch mehr Energie verbraucht wird und der Kraftstoffverbrauch steigt.
Werfen Sie einen Blick auf die Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs und setzen Sie den Reifendruck mindestens auf die empfohlene Menge - Der ADAC empfiehlt sogar, den Luftdruck in den Reifen leicht zu erhöhen.
Das gilt besonders, wenn Ihr Auto maximal mit Personen oder Gegenständen beladen ist. Zwischen 0,1 und 0,3 Bar mehr dürfen in den Reifen sein - mehr aber auch nicht, da sich dies kontraproduktiv auf die Fahrsicherheit auswirken kann.
Vorausschauendes Fahren bedeutet, aufmerksam im Verkehr zu sein und auf das Verhalten anderer Fahrer frühzeitig zu reagieren. Zum einen hilft das, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und Sicherheit während der Fahrt zu gewährleisten. Zum anderen ist vorausschauendes Fahren auch eine exzellente Maßnahme, die Ihnen beim Kraftstoff sparen hilft.
Vorausschauendes Fahren bedeutet zum Beispiel, vor einer roten Ampel den Fuß vom Gas zu nehmen und das Fahrzeug ausrollen zu lassen - Vermeiden Sie das sogenannte Stop-and-go.
Bei dieser Fahrweise müssen Sie den Wagen immer wieder beschleunigen - und jeder Tritt auf das Gaspedal, jede Bremsung und jede Schaltung kostet Geld. Auch ein größerer Sicherheitsabstand zu anderen Fahrzeugen vermeidet plötzliches Bremsen und hilft dabei, die Motorbremswirkung zu nutzen. Versuchen Sie also, gleichmäßig zu fahren und die Geschwindigkeit konstant zu halten.
Wechseln Sie zu einem Bankkonto, das genauso hart arbeitet wie Sie - mit besseren Vorteilen und niedrigeren Kosten.
Zum Girokonto-Vergleich!Dieser Punkt ist wohl kein großes Geheimnis: Wenn Sie Ihren Spritverbrauch senken möchten, dann sollten Sie Höchstgeschwindigkeiten vermeiden. Mit zunehmendem Tempo erhöht sich die Drehzahl, wodurch auch der Benzinverbrauch steigt. Ein wesentlicher Faktor ist dabei, die Geschwindigkeit konstant zu halten.
Auf längeren Strecken empfehlen wir Ihnen, den Tempomat einzuschalten und das Gaspedal möglichst wenig zu betätigen, da Beschleunigung viel Kraftstoff verbraucht. Wer nicht unbedingt 110 km/h fahren möchte, sondern gerne schneller unterwegs ist, der sollte wenigstens darauf achten, 20% unter der Höchstgeschwindigkeit zu bleiben.
Diese strapaziert die Motorleistung besonders und frisst extrem viel Kraftstoff. Durch niedrigere Geschwindigkeiten sparen Sie nicht nur Sprit, sondern gewährleisten Sicherheit im Verkehr und tun der Umwelt etwas Gutes.
Natürlich gibt es zahlreiche spritsparende Funktionen und Maßnahmen, mit denen sich Kraftstoff sparen lässt. Doch Sie sollten das Auto regelmäßig einer Inspektion unterziehen. Das hilft nicht nur beim sparsamen Fahren, sondern auch dabei, die Lebensdauer des Fahrzeugs zu verlängern sowie gegen den Wertverlust anzukämpfen. Es gibt zahlreiche Schäden, die sich nicht akut bemerkbar machen, aber Auswirkungen auf Ihren Benzinverbrauch haben.
Zu den häufigen Wartungsproblemen, die den Kraftstoffverbrauch erhöhen können, gehören:
Auch eine abgenutzte Zündkerze beeinträchtigt die Leistung des Motors und sollte schnellstmöglich ausgewechselt werden - Vorbeugen ist immer besser als Heilen!
Die Schaltung bestimmt die Drehzahl des Fahrzeugs, die wiederum einen großen Einfluss auf den Benzinverbrauch hat. Wenn Sie also den Spritverbrauch senken möchten, empfehlen wir, relativ schnell hochzuschalten – ab ca. 2.000 Umdrehungen pro Minute.
Nach dem Anfahren empfehlen wir, so schnell wie möglich aus dem ersten Gang zu schalten - bereits 2 bis 3 Sekunden genügen. Schnelles Hochschalten und eine konstante Geschwindigkeit sind das Geheimrezept für eine benzinsparende Fahrweise. Nutzen Sie den Tempomat, um die gewünschte Geschwindigkeit zu halten.
Einen Gang herunterschalten sollten Sie bei etwa 1.000 Umdrehungen pro Minute und auf häufiges Schalten sollten Sie verzichten!
Das Auto verbraucht Kraftstoff, sobald der Motor eingeschaltet ist. Viele Menschen haben das Ritual, den Motor einzuschalten und dann Vorbereitungen für die Fahrt zu treffen - Radio einschalten, Gegenstände verstauen, Navigationsgerät einstellen und anschnallen.
Wenn Sie den Motor einschalten, sollten Sie umgehend losfahren und alle Vorbereitungen getroffen haben. Wir empfehlen zudem, den Motor auszuschalten, wenn es zu einer Pause kommt, die mindestens 20 Sekunden dauert - Das gilt zum Beispiel bei einer roten Ampel, einer Bahnschranke oder im Stau.
Die Mengen, die Sie sparen, sind größer als die Energie, die durch die erneute Zündung verloren geht - besonders, wenn der Motor bereits warm ist. Moderne Autos haben außerdem die sogenannte Start-Stopp-Automatik, die beim Kraftstoff sparen hilft.
Außerdem lassen sich Energie und Kraftstoff sparen, indem Sie möglichst auf Elektrogeräte während der Fahrt verzichten.
Folgende Komponenten beziehen Energie aus dem Bordnetz, die den Drehwiderstand erhöht und somit mehr Kraftstoff verbraucht:
Faustregel: 100 Watt Strom verbrauchen 0,1 Liter auf 100 Kilometer! Das Radio sowie die Navigation haben nur einen sehr geringen Anteil am elektrischen Verbrauch. Der mit Abstand größte Stromfresser sind die Heizung sowie die Klimaanlage.
Eine spritsparende Funktion im Auto ist also, wenn Sie das Fenster öffnen, anstatt die Klimaanlage einzuschalten. Das kostet zwar 0,2 Liter auf 100 Kilometer, ist jedoch günstiger als die Klimaanlage, die den Verbrauch um bis zu 1,8 Liter auf 100 Kilometer steigen lässt.
Die Standheizung verbraucht rund 0,5 Liter auf 100 Kilometer. Die Geschwindigkeit hat übrigens keine Auswirkungen auf den Stromverbrauch, lediglich die Dauer der Nutzung der Elektronik. Sicherheit geht allerdings vor. Versuchen Sie auf keinen Fall, an Dingen zu sparen, die Ihre Sicherheit während der Fahrt beeinträchtigen. Dazu gehören Beleuchtung, aber auch Scheibenwischer und die Scheibenheizung.
Benzin sparen geht auch, indem Sie Ihr Auto nicht so schwer beladen. Je schwerer Ihr Auto ist, desto mehr Kraft muss aufgebracht werden, um dieses zu bewegen. Wir empfehlen also, das komplette Auto samt Kofferraum zu entleeren.
Theoretisch können Sie auch das Reserverad zu Hause lassen - sollte es jedoch zu einer Panne kommen, können Sie dieses nicht auswechseln. Das sorgt für weniger Reibung und weniger Energie, die das Auto in Anspruch nehmen muss, um sich fortzubewegen.
Der Effekt vergrößert sich, insbesondere bei hoher Geschwindigkeit. Also, wenn Sie einen Dachgepäckträger haben, dann montieren Sie diesen ab, wenn er nicht mehr benötigt wird. Der Heckträger ist übrigens eine spritsparende Alternative, da er weniger Luftwiderstand erzeugt.
Wenn Sie den Benzinverbrauch senken und dafür sorgen möchten, dass es zu keinen Schäden kommt, empfehlen wir Ihnen, den Ölstand des Fahrzeugs regelmäßig zu prüfen. Vermeiden Sie also, dass die Öllampe leuchtet und füllen Sie regelmäßig Öl nach.
Außerdem spielt die Wahl eines passenden Motoröls eine wichtige Rolle beim Spritsparen - Wir empfehlen, ein Leichtlauföl zu nutzen.
Da es sich hierbei um ein besonders dünnflüssiges Öl mit geringer Viskosität handelt, entsteht weniger Reibung sowie Verschleiß beim Fahrzeug. Leichtlauföl ist doppelt so teuer wie herkömmliches Mineralöl, sorgt aber dafür, dass der Motor leichter drehen kann. Neben einer Verlängerung der Lebensdauer Ihres Motors können Sie kraftstoffsparender unterwegs sein
Es kommt nicht selten vor, dass wir mit dem Auto einkaufen gehen, bei Freunden etwas abholen oder für eine Erledigung in die Stadt fahren. Hierfür ist das Auto sehr praktisch, aber spritsparend ist das keineswegs - Kurzstrecken erweisen sich als extrem teuer.
Schuld daran ist der Motor des Fahrzeugs, der beim Einschalten kalt ist und erst noch auf Betriebstemperatur gelangen muss. Wenn Sie wirklich Kraftstoff sparen möchten, empfehlen wir Ihnen insbesondere für kürzere Strecken bis 5 Kilometer auf das Fahrrad umzusteigen oder den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.
Der zeitliche Aufwand ist zwar größer und es mag Überwindung kosten, dafür können die Kosten, die Sie mit ein wenig Disziplin sparen, einen Unterschied in der Haushaltskasse machen.
Für diejenigen, die langfristig und nachhaltig Kraftstoff sparen möchten, lohnt sich ein Blick auf eine zukunftsweisende Option: den Umstieg auf Elektro- oder Hybridfahrzeuge. Diese Alternative kann Ihre Kraftstoffkosten erheblich reduzieren – bei reinen E-Autos sogar auf null. Allerdings ist zu beachten, dass die Anschaffungskosten höher ausfallen als bei konventionellen Fahrzeugen.
Früher konnten Käufer von attraktiven Förderprogrammen profitieren: Der Umweltbonus des Bundes bot bis zu 4.500 Euro für reine E-Autos und 3.000 Euro für Plug-in-Hybride. Seit Dezember 2023 sind diese finanziellen Unterstützungen jedoch nicht mehr verfügbar. Trotzdem kann sich der Wechsel langfristig lohnen, da die Betriebskosten von E-Autos in der Regel niedriger sind.
Bedenken Sie jedoch, dass Faktoren wie Reichweite und Verfügbarkeit von Ladestationen in Ihrer Region die Alltagstauglichkeit beeinflussen. Trotz anfänglicher Mehrkosten kann dieser Wechsel nicht nur langfristig Ihr Portemonnaie schonen, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten - ein doppelter Gewinn für umweltbewusste Autofahrer.
Es gibt kein Wundermittel, dass Ihnen dabei hilft, den Benzinverbrauch zu senken. Wie Sie sehen, kommt es vielmehr darauf an, die eigenen Gewohnheiten hinsichtlich der Fahrweise zu verändern.
In diesem Beitrag finden Sie viele kleine Tipps, die einzeln vielleicht keinen riesigen Unterschied machen, bei konsequenter Anwendung jedoch das Potenzial haben, Kraftstoff um über 20% zu sparen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass viele dieser Maßnahmen sich nicht nur positiv auf das Klima auswirken, sondern auch Präventionsmaßnahmen sind, um Schäden am eigenen Fahrzeug zu verhindern. Gute Fahrt!
Weitere Spartipps finden Sie in unserem umfangreichen Ratgeber zu 195 Spartipps für den Alltag.
Kraftstoff lässt sich durch eine Kombination aus angepasster Fahrweise und Fahrzeugpflege einsparen. Dazu gehören vorausschauendes Fahren, frühes Hochschalten bei ca. 2.000 U/min, das Vermeiden von Höchstgeschwindigkeiten, regelmäßige Reifendruckkontrollen und das Tanken zu günstigen Uhrzeiten (zwischen 18 und 22 Uhr).
Für maximale Einsparungen kombinieren Sie mehrere Maßnahmen: Tanken Sie abends (bis zu 13 Cent/Liter Ersparnis), fahren Sie niedertourig und vorausschauend (10–20% weniger Verbrauch), halten Sie den Reifendruck leicht über der Empfehlung, vermeiden Sie unnötiges Gewicht im Auto und nutzen Sie für Kurzstrecken unter 5 km das Fahrrad oder den ÖPNV. Allein der Verzicht auf Kurzstrecken kann laut Umweltbundesamt bis zu 3.700 Euro pro Jahr sparen.
Der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch in Deutschland liegt bei Benzinern bei etwa 7 bis 8 Litern pro 100 km und bei Dieselfahrzeugen bei 6 bis 7 Litern. Kleinwagen verbrauchen oft nur 5 bis 6 Liter, während SUVs und Oberklassefahrzeuge 10 Liter und mehr benötigen können. Mit den Spartipps in diesem Beitrag lässt sich der Verbrauch deutlich unter den Durchschnitt senken.
Laut ADAC-Auswertung von 14.000 Tankstellen ist Benzin zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Am teuersten tanken Sie morgens zwischen 5 und 7 Uhr. Der Preisunterschied kann bis zu 13 Cent pro Liter betragen - bei einer 50-Liter-Tankfüllung sparen Sie so bis zu 6,50 Euro pro Tankvorgang.
Ja, die Klimaanlage ist der größte Stromfresser im Auto und erhöht den Kraftstoffverbrauch um bis zu 1,8 Liter auf 100 Kilometer. Im Vergleich dazu kostet ein geöffnetes Fenster nur ca. 0,2 Liter auf 100 km. Bei moderaten Temperaturen ist das Fensteröffnen daher die spritsparendere Alternative.
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